Stefan Schubert

Bundeswehr und Polizei bereiten sich auf komplexe Terroranschläge vor

Die Terrorismusabwehrübung BWTEX 2019 (Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise), welche vergangene Woche durchgeführt wurde, sprengte sämtliche Dimensionen: 2500 Polizisten, Soldaten, Feuerwehrleute und natürlich »Terroristen«. Allein 300 Statisten mimen Fußgänger und Terroropfer. Die Dimensionen dieses simulierten Ernstfalls verwundern doch sehr, denn laut Regierungspropaganda leben wir bekanntlich im sichersten Deutschland aller Zeiten.

Auch wenn der Mainstream seit Wochen zwei rechtsextreme Terroranschläge (Lübke, Halle) für seine politische Vorteilsnahme ausschlachtet, genügt ein Blick in die Fakten, um die größte Gefährdung für die Bürger und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erkennen. Seit den Grenzöffnungen im Jahr 2015 hat der Generalbundesanwalt 2245 islamistische Terrorverfahren eröffnet. Diese epochale Terrorwelle in nur vier Jahren (2015-2018) belegt einmal mehr das Staatsversagen und die bedrohliche Zusammensetzung der unkontrollierten Masseneinwanderung aus muslimischen Herkunftsstaaten.

2018 musste der Generalbundesanwalt dem Autor nach mehrmaliger Nachfrage einen neuen Rekordwert von 1220 Terrorverfahren bestätigen. Aufgeschlüsselt nach Feldern setzen sich diese Zahlen wie folgt zusammen: -1- Ermittlungsverfahren Linksterrorismus, -6- Rechtsterrorismus, -305- »internationaler, nichtislamischer Terrorismus« (z.B. von der kurdisch-sozialistischen PKK) und 884 islamistische Terrorverfahren. Im aktuellen Buch des Autors Sicherheitsrisiko Islam – Kriminalität, Gewalt und Terror: Wie der Islam unser Land bedroht werden weitere brisante Fakten erstmalig enthüllt und analysiert.

GSG-9-Kommandeur warnt vor komplexen Terroranschlägen

Der November 2015 stellt eine Zäsur für die Sicherheitslage in Westeuropa dar. Am 13. November richteten mehrere Terrorkommandos des Islamischen Staates ein Blutbad in Paris an. Bei den koordinierten Terrorattacken wurden Gäste zahlreicher Bars, Cafés und Restaurants mit Kalaschnikow-Sturmgewehren und Handgranaten angegriffen. Selbstmordattentäter attackierten das Länderspiel zwischen der französischen und deutschen Nationalmannschaft am Stade de France und sprengten sich in die Luft. Insgesamt mussten Polizeieinheiten beinahe zeitgleich 10 unterschiedliche Terroranschläge bewältigen. Der blutigste Angriff ereignete sich auf einem Konzert im Bataclan, bei dem sich eine anfängliche Geiselnahme zu einem Massaker mit 89 Toten entwickelte. Bis heute verheimlichen deutsche Medien die barbarischen Folterungen durch die Islam-Terroristen im Bataclan.

Im offiziellen Protokoll der französischen Nationalversammlung ist die Zeugenaussage des polizeilichen Einsatzleiters nachzulesen. Dort steht: »…Es wurden Menschen enthauptet, geschlachtet, ausgenommen. Es gab sexuelle Handlungen an Frauen und Genitalverstümmelungen. Wenn ich mich nicht irre, haben sie die Augen mancher Menschen herausgenommen.«

Die Daily Mail berichtete zudem von männlichen Opfern, denen abgeschnittene Genitalien in den Mund gesteckt wurden und weiblichen Opfern, denen mit Messern in den Genitalbereich gestochen wurde.

Im deutschen regierungskonformen Gute-Laune-Journalismus werden diese Gräueltaten bis heute verschwiegen. Andernfalls müssten unsere Qualitätsjournalisten den Lesern ja von der gewaltaffinen islamischen Sozialisation der Mörder und deren Hass auf Ungläubige, Christen und Frauen berichten. Im Bekenntnis des IS zum Terroranschlag in Paris wird dieser Hass öffentlich verbreitet. Die Kulturmetropole wird hier als »Hauptstadt der Unzucht und des Lasters« bezeichnet, während die muslimischen Terroristen als »gläubige Gruppe der Armee des Kalifats« und die Konzertbesucher im Bataclan als »hunderte Götzendiener auf einer perversen Feier« beschrieben werden.

130 ermordete Menschen, 683 Verletzte, rund 100 von ihnen schwer – so lauten die Zahlen zum 13. November. Das Paris-Massaker war nicht nur ein weiterer islamischer Terroranschlag, sondern stellt für Terrorismusexperten wie Michael E. Leiter einen »game changer«, einen Paradigmenwechsel für die westliche Welt, dar. Im polizeilichen Sprachgebrauch wird seither von »komplexen Terroranschlägen« gesprochen und genau diese Szenarien erwarten Sicherheitsexperten wie Olaf Lindner, ehemaliger Kommandeur der GSG 9 und aktueller Präsident der Bundespolizei-Direktion Spezialkräfte, auch für Deutschland.

Auf einem Polizeikongress in Berlin warnte er vor »komplexen Anschlägen« in Deutschland. Nicht nur Paris oder Mumbai (174 Tote, 239 Verletzte) stehen demnach im Visier islamischer Terroristen, sondern deutsche Großstädte: Berlin, Hamburg, München, das Münchner Oktoberfest, das DFB-Pokalendspiel in Berlin oder eine Sonntagsmesse im Kölner Dom – all dies sind denkbare Szenarien. Im Behördendeutsch ausgedrückt, hört sich die eindringliche Warnung von Olaf Lindner folgendermaßen an: »Wir sind glücklicherweise in Deutschland bisher von einem großen komplexen Szenario verschont geblieben, das heißt aber nicht, dass es in Zukunft, vielleicht sogar in naher Zukunft, nicht auf uns zukommt.«

Terrorszenarien mit apokalyptischen Folgen werden befürchtet

Weitestgehend im Verborgenen baut das Bundesinnenministerium zudem eine zusätzliche GSG-9-Einheit für die 3,6 Millionen Metropole Berlin auf. Spezialisiert sind die Berliner Neuner auf CBRN-Terroranschläge. Die Abkürzung steht für Attacken mit chemischen (C), biologischen (B), radiologischen (R) und nuklearen (N) Stoffen. Verwunderlich sind die Hintergründe dieser Spezialisierung, weil der Impuls dafür nicht von der Bundesregierung oder dem Innenministerium ausging, sondern von der EU-Kommission. Die Bundesregierung setzt damit eine Forderung der EU-Kommission um. »Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume« heißt das EU-Papier.

Die entscheidende Frage drängt sich geradezu auf: Welche konkreten Informationen besitzen die EU-Kommission und die Bundesregierung über die Bemühungen von islamistischen Terroristen, in den Besitz von nuklearen und chemischen Stoffen zu gelangen, um damit eine schmutzige Bombe zu bauen? Behördenintern wird dabei von einer USBV oder USBV-A gesprochen, von einer unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung, wobei dann der Zusatz »A« für atomar steht. Denkbar für eine USBV-A sind Stoffe wie Americium, Californium, Cäsium, Cobalt, Iridium oder Plutonium. Die meisten dieser Stoffe werden bei wissenschaftlichen und medizinischen Anwendungen eingesetzt und sind relativ weit verbreitet.

Die Explosion einer solchen schmutzigen Bombe wäre verheerend. Angefangen von der Kontamination aller betroffenen Personen in einem größeren Umkreis über akute und langfristige Strahlenschäden bis hin zu einer ausbrechenden Massenpanik. Auch die wirtschaftlichen Folgen könnten katastrophal sein. Man stelle sich die Explosion einer schmutzigen Bombe am Potsdamer Platz in Berlin, im Frankfurter Bankenviertel, auf den Champs-Élysées in Paris oder im Finanzzentrum der City of London vor.

Der Aufbau einer CBNR-Anti-Terror-Einheit in Deutschland ist somit dringend angeraten. Doch die Frage bleibt: warum gerade jetzt? Welche Erkenntnisse liegen der Politik vor, und warum bedarf es erst einer Aufforderung durch die EU-Kommission dazu?

Vor diesen Hintergründen hinterlässt die Terrorismusabwehrübung BWTEX 2019 einen mehr als faden Beigeschmack. Trotz der neuerlichen Kriegshandlungen in Syrien und nach dem Ausbruch von bis zu 1000 IS-Terroristen aus kurdischen Gefangenenlagern, bereitet die Bundesregierung keine konsequente Kontrolle von Deutschlands Grenzen vor.

So wirken die von Medien verbreiteten Szenen der Anti-Terror-Übung BWTEX 2019 nicht nur als Probe für den Ernstfall sowie einem Einsatz der Bundeswehr im Inneren, sondern auch wie eine Vorbereitung der Bürger auf Kriegsszenen im Land, an die sie sich künftig gewöhnen müssen. »Der große Knall« in Deutschland wird kommen, da sind sich Sicherheitsexperten hinter verschlossenen Türen einig, die Frage ist nicht ob, sondern lediglich wann.

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Donnerstag, 24.10.2019

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