Stefan Schubert

Enthüllt: Wie das BKA bei der Flüchtlingskriminalität manipuliert

Der brutale Mord an Susanna aus Mainz wühlte Deutschland in den vergangenen Tagen auf. Und mancher erinnert sich an die Nachrichten in den Wochen zuvor: Wurde uns nicht weisgemacht, es sei alles halb so schlimm mit der Flüchtlingskriminalität? Die grausamen Fakten der vergangenen Tage und Wochen entlarven einmal mehr diese durchsichtige Propaganda.

Das Ablenkungsmanöver der Merkel-Regierung gelang – zumindest vorübergehend. Die neuen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) zur Flüchtlingskriminalität wurden beinahe zeitgleich mit den Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) veröffentlicht. Die systemkonformen Medien berichteten kaum noch über die extrem hohe Kriminalität durch Zuwanderer – und wenn doch, dann übernahmen sie vielfach die relativierende Argumentation des Bundesinnenministeriums.

Nehmen wir einmal an, das DFB-Pokalendspiel würde am selben Tag übertragen wie – falls es denn so kommt – das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft Deutschland gegen Brasilien live aus Moskau. Die gesamte Aufmerksamkeit würde natürlich das WM-Finale auf sich ziehen. Das Pokalspiel würde dadurch im medialen Nirwana verschwinden. Genau diese Taktik verfolgte offenbar die politische Führung des BKA. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wurden die PKS und das »Bundeslagebild – Kriminalität im Kontext von Zuwanderung«, wie die Flüchtlingskriminalität politisch korrekt umschrieben wird, nicht zeitversetzt und unabhängig voneinander veröffentlicht, sondern gleichsam in einem Rutsch.

Die regierungskonformen Massenmedien übernahmen zudem geradezu jubelnd die von Seehofer mitgelieferte Überschrift »Deutschland ist sicherer geworden« gleich mit, und weiter ging es nahtlos zum täglichen Trump-, Putin- und AfD-Bashing. Hintergrundartikel über 289 753 Straftaten durch »Schutzsuchende« nur im Jahr 2017 fand man hingegen keinen einzigen. Das BKA hat diese Horrorzahl dafür extra auch auf Seite 19 von insgesamt 62 in ihrem Lagebild versteckt. Dass Spiegel-Journalisten oder die Kolleginnen von Zeit, Süddeutscher, ARD und ZDF die gesamten 62 Seiten des BKA-Lagebildes durcharbeiten, um darüber ihre noch nicht geflüchteten Leser oder Zuschauer zu informieren, dies ist bei dem vorherrschenden Umerziehungsjournalismus sicherlich nicht zu erwarten.

289 753 Straftaten durch Flüchtlinge

Darüber hinaus beginnt das BKA-Lagebild auf Seite 4 mit einem weiteren Skandal, über den die Medien natürlich auch nicht berichten. Auf dieser Seite muss die BKA-Führung nämlich eingestehen, dass die Ergebnisse der Lagebilder zur Flüchtlingskriminalität 2015 und 2016 (diese wurden erst Mitte 2017 veröffentlicht) einer massiven Manipulation ausgesetzt waren. Um die erschreckenden Ausmaße der Kriminalität durch Flüchtlinge vor der Bundestagswahl zu vertuschen, beschloss das BKA einfach, Straftaten von »international/national Schutzberechtigten und Asylberechtigten« in ihrem Lagebild zur Flüchtlingskriminalität nicht zu erfassen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 fielen 530 000 Flüchtlinge unter diesen Passus; im Jahr darauf sogar rund 600 000 Flüchtlinge, deren Straftaten nicht im BKA-Lagebild registriert wurden. Eine Begründung für diese Statistikmanipulation ist das BKA bis heute schuldig geblieben.

Die Hintergründe dieses Skandals wurden durch Recherchen des Autors dieses Beitrags im September 2017 aufgedeckt. Dessen damaliger Artikel auf jouwatch »BKA vertuscht Straftaten von 600 000 Flüchtlingen« wurde bis heute 285 000 Mal angeklickt und gelesen. In diesem Text wurde die Statistikmanipulation unwiderlegbar nachgewiesen, und die BKA-Pressestelle wurde entsprechend um Auskunft und eine Stellungnahme gebeten. Das BKA sah sich dann auch außerstande, diese massive Statistikmanipulation zu dementieren, und flüchtete sich in nichtssagende Ausreden.

Obwohl der Artikel beinahe 300 000 Leser erreichte und noch heute bei der Google-Suche nach Flüchtlingskriminalität als einer der Toptreffer angezeigt wird, informierte kein einziger Qualitätsjournalist seine Leser über diese Hintergründe. Nun ist die Bundestagswahl gelaufen. Die Verlierer haben erneut eine Groko installiert. Und siehe da, nun bestätigt das BKA die eigene vorherige Statistikmanipulation. Die Mainstream-Medien verweigern sich jedoch, selbst bei diesem zentralen Bestandteil der öffentlichen Debatte, weiterhin der Wahrheit.

BKA-Lagebild 2017 massiv manipuliert

Für Analysen zur Flüchtlingskriminalität, die sich auf einem untragbar hohen Niveau etabliert haben, liegen somit jetzt die Daten für drei Jahre zugrunde.

2015 wurden rund 270 000 Straftaten durch Flüchtlinge verübt. 2016 weist das BKA 293 900 Taten durch 174 438 tatverdächtige Zuwanderer aus. Und 2017 hat das BKA 289 753 kriminelle Taten registriert, die von 167 268 Zuwanderern begangen wurden.

Die Kriminalität durch die Zuwanderung soll somit (laut BKA) in allen drei Jahren (2015, 2016 und 2017) auf einem vergleichbar hohen Niveau geblieben sein? Und dies trotz einer weiteren starken Einwanderung 2016 und 2017?

Wenig glaubwürdige Zahlen

Zudem wurden 2017 im BKA-Lagebericht erstmalig über 600 000 anerkannte Asylbewerber berücksichtigt. Doch diese Hundertausenden von zusätzlichen potenziellen Straftätern haben laut BKA dazu geführt, dass 7000 Flüchtlinge weniger als tatverdächtige Kriminelle registriert wurden als noch im Jahr 2016!? Kamen da von einem Jahr auf das andere nur noch gesetzestreue Menschen ins Land…? Dass die Zahlen der BKA-Statistik wenig glaubwürdig sind, sie jedem gesunden Menschenverstand widersprechen, zu diesem Ergebnis dürften selbst Berliner Gesamtschüler gelangen. Und wenn ich auch die aktuellen Statistikmanipulationen durch das Bundesinnenministerium unter Leitung von Horst Seehofer noch nicht erkannt habe, so bin ich mir sicher, dass es sie gibt.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Kopp Exklusiv.
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