Kim Blatter

»Ich denke, das sind Fake News!« ‒ Trump bestreitet Entsendung von 120 000 Soldaten

Donald Trump hat den New-York-Times-Bericht vom Montag als »Fake News« bezeichnet. In diesem ging es um den vermeintlichen Plan der Regierung Trump, 120 000 US-Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, falls ein Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ausbrechen sollte. Überall in den Medien war von dem unheilvollen Plan zu lesen. Jetzt behauptet der US-Präsident genau das Gegenteil. Doch 120 000 Soldaten wären Trump im Falle einer Eskalation zu wenig.

Die US-Regierung plane, 120 000 Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, um den Iran im Falle einer Eskalation in Schach zu halten. Diese Schreckensbotschaft verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer. Eine der größten Verbreiter-Medien war die New York Times, die die scheinbar gefälschte Nachricht am Montagabend verkündete. Auf die Frage hin, ob es sein Plan sei, 120 000 Soldaten zu entsenden, antwortete Trump gegenüber Reportern vor dem Weißen Haus:

»Ich denke, es sind Fake News, okay? Ob ich das tun würde? Auf jeden Fall. Aber das habe ich nicht geplant. Ich hoffe, dass wir das auch nicht planen müssen. Aber wenn wir das täten, würden wir viel mehr Soldaten schicken.«

Laut der New York Times habe das Pentagon hier konkrete militärische Pläne ausgehebelt, die der Verteidigungsminister Patrick Shanahan seinen obersten Beamten vorlegte. Donald Trump wiederum will davon nichts wissen – doch was genau stimmt nun?

Der Plan, der Berichten zufolge nochmals geändert worden war, um Vorschläge von John Bolton zu berücksichtigen, enthält keinerlei Hinweise auf eine Landinvasion. Allerdings ließe sich der Einfluss von Herrn Bolton herauslesen, dessen Drängen auf Konfrontation mit Teheran noch vor mehr als einem Jahrzehnt von Präsident George W. Bush ignoriert wurde.

Es ist unklar, ob US-Präsident Donald Trump diesen Notfallplan vom Pentagon je zu Gesicht bekam oder ob er darüber informiert wurde. Im Hinblick auf seine Reaktionen könnte man allerdings meinen, er wüsste über so manche Vorhaben seiner engsten Berater nicht Bescheid.

Auf die Frage hin, ob er plane, 120 000 Soldaten zu entsenden, wollte Trump wissen, woher der Bericht stamme. Daraufhin bezeichnete er die New York Times als Lügenpresse (»Well, the New York Times is fake news!«).

Wir können nur hoffen, dass Trump einen kühlen Kopf bewahrt. Denn falls ihn seine angriffslustigen Berater davon überzeugen, die Situation zu verschärfen und Soldaten zu schicken, wissen wir nun, dass weitaus größere Truppen entsendet würden, als bislang gedacht.

Quelle: Zerohedge

Mittwoch, 15.05.2019

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