Andreas von Rétyi

Infektion per Migration:
Tödliche Parasiten auf dem Vormarsch

Fernreisen und Klimawandel werden gern als eigentliche Ursachen für die Verbreitung gefährlicher Parasiten auch in Europa genannt, doch liegen die Wurzeln nicht zuletzt in der multikulturellen Politik.

Der an der walisischen Universität Aberystwyth forschende Parasitologe Professor Karl Hoffmann hat kürzlich einige bemerkenswerte Ausführungen publiziert, die eine ganz bestimmte Sorge bestätigen: Gefährliche Parasiten breiten sich nun zunehmend in Europa aus.

Professor Hoffmann erinnert zunächst an eine noch recht junge Einschätzung. Demnach galten Infektionen durch parasitäre Würmer als geografisch relativ beschränkt auf ressourcenarme Bevölkerungsteile in Afrika, Asien und Südamerika. Dies aber habe sich deutlich geändert. Im Zeitalter von Globalreisen und Klimawandel seien diese Parasiten mittlerweile zwar langsam, aber stetig auf dem Vormarsch nach Europa und Nordamerika.

Ein gewaltiges Problem, das belegt die Zahl der Erkrankungen. Im weltweiten Schnitt seien gegenwärtig immerhin 25 bis 30 Prozent der Menschen mit mindestens einer parasitären Wurmart infiziert, so erläutert Hoffmann und deutet einige der verheerenden Konsequenzen an – schwerwiegende Augenschäden bis hin zur Erblindung, geschwollene Gliedmaßen und Verlust der Bewegungsfähigkeit, Verdauungsblockaden, Anämie, anhaltende, starke Ermüdungserscheinungen und ein erhöhtes Risiko, an Krebs und Aids zu erkranken.

Professor Hoffmann und seine Arbeitsgruppe konzentrieren sich vor allem auf eine bedrohliche Erkrankung: die Schistosomiasis, meist besser bekannt als Bilharziose, ausgelöst von Pärchenegel-Saugwurmlarven. Wasserschnecken in warmen Binnengewässern dienen dabei als Zwischenwirte. Zu Zerkarien weiterentwickelt, werden sie von den Schnecken ausgeschieden und bewegen sich frei durchs Wasser.

Jährlich 249 Millionen Menschen

Jeder Ägyptenreisende weiß, dass er niemals in Nilwasser baden sollte, da es ebenfalls mit den Larven verseucht ist. Sie dringen in kürzester Zeit durch die Haut in den Organismus ein, um sich über Blut-und Lymphbahnen zu verbreiten. In den Blutgefäßen innerer Organe wachsen sie zu Pärchenegeln heran, die an Harnblase, Dick- oder Dünndarm haften. Ihre abgelegten Eier gelangen anschließend wieder über Ausscheidungen in die Umwelt. Dabei produzieren die weiblichen Tiere täglich Hunderte oder gar Tausende Eier. Laut dem Parasitologen Hoffmann infizieren sich jährlich mehrere hundert Millionen Menschen mit dem Plattwurm, für Tausende bis Hundertausende verlaufe die Erkrankung tödlich, so der Experte.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jährlich rund 249 Millionen Menschen in 78 Ländern der Erde eine präventive antiparasitische Therapie benötigen. Auf der Skala gefährlicher Parasitenerkrankungen komme die Schistosomiasis nach Ansicht einiger Experten gleich nach der Malaria. Rund 85 Prozent aller Fälle ereignen sich in Schwarzafrika, doch sei kürzlich von einem Ausbruch auf Korsika berichtet worden. Mangel an sauberem Wasser und eine unzureichende sanitäre Infrastruktur fördern die Ausbreitung der Erkrankung. Wie der Professor ausführt, untersucht seine Gruppe die parasitären Prozesse seit rund zwei Jahrzehnten, um neue Wege zu finden, wirksam gegen die Infektion vorzugehen. Er beklagt, dass in den vergangenen 20 bis 30 Jahren kaum Anstrengungen unternommen worden seien, weitere Medikamente zu entwickeln.

Parasiten-Migration

Die »multikulturelle« Politik setzt Europa einer erhöhten Gefahr aus, mit Schistosomiasis und anderen gefährlichen Erkrankungen infiziert zu werden. Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit entleeren, sind zum realen, alltäglichen Problem geworden. Und Sanitärfirmen haben ein neues Marktsegment für sich entdeckt, um den unterschiedlichen »Gepflogenheiten« direkt am stillen Örtchen gerecht zu werden. Sie präsentieren »multikulturelle« Toilettensitze, um Migranten aus dem Mittleren Osten eine Anpassung an unsere Normen zu ersparen. Doch ändert das nichts am großen Problem und wird höchstens wieder der Pharmaindustrie Gewinne einbringen, unserer Gesellschaft wohl kaum.

Was allerdings die italienische Zeitung La Stampa im vergangenen Jahr zur Sache mitzuteilen hatte, dürfte kaum mehr zu überbieten sein. Sie nimmt die heimliche Parasiten-Migration zum Anlass, die steigende Biodiversität zu lobpreisen. Demnach sollten wir dankbar sein, mit eingeschleppten Mikroben, Pilzen und Würmern »bereichert« zu werden.

Ein klarer Fall – und nur ein Beispiel für viele

Unsere deutschen Medien verhalten sich ihrerseits ziemlich indifferent, in solchen Angelegenheiten wird lieber geschwiegen oder verharmlost. Auch Professor Hoffmann spricht lieber von Fernreisen und Klimawandel, wenn es um die Ursachen geht.

Oder machen wieder einmal die plötzlich allerorten so inflationär auftretenden, vermeintlichen »Rechtspopulisten« eine Mücke zum Elefanten? Verdrehen sie die Fakten, um ein weiteres Scheinargument gegen Migration und die Politik der offenen Grenzen vorzugeben?

Wer das unterstellt, sollte einmal einige kompetente Aussagen zurate ziehen. In einem Fachblatt zu Tropen- und Reisemedizin bringen es Ärzte der Sektion Infektiologie und Tropenmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf unter der Überschrift »Schistosomiasis bei Flüchtlingen und Migranten« in diesem Jahr zusammenfassend auf den Punkt: »Bilharziose / Schistosomiasis ist eine bei Flüchtlingen (insbesondere aus Afrika) häufig auftretende, meist asymptomatische Infektionskrankheit mit möglicherweise schwerwiegenden Komplikationen.«

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Kopp Exklusiv.
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