Tyler Durden

Iranischer Admiral droht mit Angriffen auf US-Kriegsschiffe und warnt Washington vor Ausstieg aus Atomabkommen

Der Iran und die USA beharken sich weiterhin gegenseitig mit Drohungen. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Dienstag so kriegerisch wie selten zuvor über den Iran geäußert. Der Iran werde »größere Probleme als je zuvor« bekommen, sollte die Staatsführung in Teheran es wagen, nach einem möglichen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen ihr Atomprogramm neu zu starten, so Trump.

Ein führender iranischer Admiral wiederum drohte damit, Schiffe der amerikanischen Marine zu versenken. Gleichzeitig warnte er die USA, sie würden sich in eine »katastrophale Lage« manövrieren, sollten sie sich aus dem Abkommen zurückziehen und erneut Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängen.

»Was die Amerikaner an Informationen über uns haben, ist in Wirklichkeit viel weniger als das, was sie zu besitzen glauben. Wann werden sie dahinterkommen? Wenn es zu spät ist«, sagte Admiral Ali Fadawi am Sonnabend im iranischen Fernsehen. Fadawi ist der Oberbefehlshaber der Marine der Revolutionsgarden.

In dem Interview mit dem Fernsehsender IRINN TV sagte Fadawi: »Sie werden es definitiv herausfinden, wenn ihre Schiffe versenkt wurden oder wenn sie sich in einer katastrophalen Lage wiederfinden.«

Am Mittwoch bestätigte ein Gesandter, dass die USA keine Neuverhandlung des Atomabkommens anstreben. Stattdessen ist das Weiße Haus an einer gesonderten Vereinbarung interessiert, wie sie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einer Pressekonferenz mit Trump angeregt hatte – offenbar zur Überraschung seiner europäischen Partner.

Den Äußerungen von Admiral Fadawi gingen ähnlich düstere Warnungen des iranischen Präsidenten Hassan Rohani voraus: »Den Menschen im Weißen Haus sage ich: Wenn Sie sich nicht an Ihre Verpflichtungen halten, wird die iranische Regierung entschieden handeln.« Weiter sagte er: »Wenn jemand das Abkommen verrät, sollte er wissen, dass die Konsequenzen sehr hart wären.«

Ebenfalls am Wochenende bekräftigte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif noch einmal, dass der Iran die Urananreicherung rasch wieder aufnehmen könne, sollten die USA das Atomabkommen platzen lassen. Wie Ali Schamkani, Vorsitzender des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, erklärte, würde der Iran als Reaktion auf amerikanische Sanktionen einen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag erwägen.

Sollte Teheran sowohl aus dem Atomabkommen als auch aus dem Atomwaffensperrvertrag aussteigen, würde dies natürlich den Kritikern des Irans in die Karten spielen, behaupten sie doch seit Langem, dass der Iran am Bau der Atombombe interessiert sei. Teheran hat den Vorwurf bislang stets zurückgewiesen. Das Weiße Haus hat sich selbst eine Frist bis zum 12. Mai gesteckt, dann soll die Entscheidung, ob man aus dem Atomabkommen aussteigt, getroffen sein.

Quelle: ZeroHedge

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